Donnerstag, 22. Dezember 2011

Bunter Teller

Es war in der Vergangenheit
die Vorfreude sehr groß
auf wunderschöne Weihnachtszeit.
Saß oft auf Oma's Schoß.

Da wurden Plätzchen hergestellt,
in Dosen gut versteckt
das hat mich doch nicht lang gequält
ich hab sie schnell entdeckt

Die Dose wurde aufgemacht,
erschrocken dann gelacht!
"Wer sich hier zum Diebe macht,
wird Weihnachten nicht mehr bedacht!"

Die Plätzchen hatten nur ein Ziel,
das war der bunte Teller.
Da gab's der Süßigkeiten viel
und Äpfel aus dem Keller.

Vielleicht gabs Schokolade gar
und eins zwei Apfelsinen.
Das war nicht immer sonnenklar,
doch dann gabs freudig Mienen

Auch das Fondant war schon dabei,
am Baume hing es oft.
Das war für später und wir drei
haben stark darauf gehofft.

So ist es Brauch auch heute noch,
ich füll die bunten Teller.
Dann singen alle mir ein Hoch
und um mich wirds dann heller


(c) Rolf Glöckner

Mittwoch, 21. Dezember 2011

Gemeinsam einsam!

Allein einsam,
nicht gemeinsam
Leben ist dunkel gestellt.

Was wird kommen?
Seele friert!
Hab mich besonnen.

Laufe umher,
sehe nichts mehr!
Wer bin ich, wer?

Lüge ich gar?
Glaube es nicht!
Sprach ehrlich und wahr.
 
Hab nicht gelogen!
Seel mich gezogen
zur Wahrheit hin.

Tor ist verschlossen
ich kann nur hoffen,
Schlüssel und Tür ist offen.

Ich öffne mein Herz,
möcht werfen den Schmerz
hinweg.

Warte schon lang
oft ist mir bang
fühle mich krank.

Licht leuchtet doch!
Warum sich verkroch
Menschlein vor mir?

Liebesfest kommt
ist schon sehr nah.
Ob es mir frommt?

Öffne die Mauer, die Dein Herz umfängt!

(c) Rolf Glöckner

Montag, 19. Dezember 2011

Spurensuche

Die Spur, ich fand sie, fast im Gras
ein Frauenfuß wohl gar
daneben etwas kleines, das
ein kleiner Hund wohl war.


Wer ging wohl hier, allein mit sich?
Wer trat hier diese Spur?
Ich schaute, ging tief in mich,
wer war dies Menschlein nur?

War ängstlich wohl, sah Menschen geh'n
und machte ganz schnell kehrt
ich stand und hab's mit angesehn. 
Was wurd' mir hier verwehrt?

Der Himmel zeigt mir bös' Gesicht,
ich hatte Gänsehaut.
Sagt mir das ist nun dein Gericht.
Ich hörte es ganz laut.


Die Welt, sie wird ganz stille stehn
in weihnachtlichem Klingen.
ich ging, ich hatte nichts geseh'n
von wunderschönen Dingen.

Da faltete ich meine Hände
und betete ganz still,
dass einstmals in dem guten Ende
sich alles richten will.

(c) Rolf Glöckner

Mittwoch, 14. Dezember 2011

Schon ganz blass!

Es gab die Antwort aus dem Netz,
Gedicht erklärte mir, wie 's geht,
und ich schreib dazu auch etwas jetzt
und hoffe, das man's sieht.

Der, der mir doch so böse schaut,
der wurde jetzt zerlegt.
ob er das überhaupt verdaut,
wenn Knochen ich hinleg?

Ich war, so viele wissens ja,
auf Tour in Südens Staat
In New Orleans in einer Mall
da war er plötzlich da.


In 'nem Geschäft, das immer hat
den Weihnachtsschmuck beizeiten,
da stand er, ich war erstmal platt,
wer wollt mir das bereiten?

Noch war die Farbe ganz normal,
doch dann, dann wurd' er blass.
Ich dacht', erzähl es mal,
auch wenn ich's noch nicht fass..


Skelett als Weihnachtsbaum-
Ersatz, wer hat denn das erfunden?
Ich glaub', ich hatt 'nen schlechten Traum.
Das möcht ich hier bekunden.

Du armer alter böser Mann,
das, was du warst, ist weg:
nur klappernd noch, so dann und wann
erfüllst du deinen Zweck.



(c) Rolf Glöckner

Sternentraum

Was schien mir da so ins Gesicht?
Schaute den Himmel hoch hinauf.
Und sah, ich glaubt es einfach nicht,
riß weit die Augen auf.


Das war doch Kohlensackgebild'
zu seh'n in südlich fernen Ländern
Der Himmel dort war wirklich wild
In mir tat sich was ändern.

Ich drehte mich in den Zenit
die Kamera wollte glühen.
Dort sah ich dieses, nahm es mir mit
schon zeitig in der Frühen.


Es war die Straße, Milch heißt sie,
dort in den höchsten Höhen,
fiel ganz bewundernd auf die Knie,
konnte gar nicht satt mich sehen.

So schaute ich dem Berge zu
wer kam denn da gestiegen?
Der Mond wars, bald für uns war Ruh,
doch den wollt ich noch kriegen.


Bekam dann noch, was selten ist,
Orions Nebel zu Gesichte
wie ich schon sagte, dieses ist
'ne seltene Geschichte.


Nun rasch ins Bett den Rest der Nacht
doch ich konnt lang nicht schlafen,
hab über vieles nachgedacht,
wollt ich mich selbst bestrafen?

Der Tag darauf mit Sonne fein,
am Abend ging sie unter
ich würde so gern bei ihr sein
und war auch schon recht munter.


Die nächste Nacht, schon war's die letzte,
gab mir noch viele Sichten
so wunderschön, das ich mich setzte
und dacht' mir: "Jetzt was dichten!"
















Doch plötzlich tönten laut und schrill
des Weckers laute Glocken.
Ich schoß empor und saß ganz still
blieb so noch lange hocken.

Ein Traum nur, in dem ich mich befand,
der gab mir viel zu sehen.
Durft sein nochmal in fremden Land
Möcht schnell dorthin bald gehen.

Möcht sehen wunderbar Natur,
möcht sein bei wilden Tieren,
hier hab ich Regenwetter pur,
muß täglich fast erfrieren.


So hätte ich es gern jeden Abend!

(c) Rolf Glöckner

Dienstag, 13. Dezember 2011

Wer oder Was bin ich?

Bin ich ein Macho, fragt mich nicht!
Ein Mann mit rauher Haut?
Hab' Masken, viele auf Gesicht?
Nein nein, das ruf ich laut!

Tief in mir war verschütt' Gefühl,
doch jemand gab's mir frei.
Die Menschen hielten mich für kühl
fühlt' mich nicht wohl dabei.

Bin nicht das Bild, das man sich macht
von einem starken Mann
doch manchmal hab ich laut gelacht,
wenn wer wurd' blass, und dann...

kam da 'ne Spritze angesaust,
der Doktor kam geschwind
da hat's den Starken sehr gegraust
und er fiel plötzlich hin.

Da bin ich lieber mal ganz hart
im Anblick dieser Welt
im Inneren jedoch ganz zart
Das, was ich bin, das zählt.

So bin ich nicht besonders groß,
das Haar ist blond bis grau.
für viele Menschen nicht famos
doch ich dahinter schau.

So fühl ich und vergleich mich gern
mit einem Federkiel
mal weich, mal hart, doch weicher Kern
war immer nur mein Ziel.

Einst war ich Manager vor Zeiten
bin heute nur noch ich!
mein Leben tat mich schwer begleiten,
erst heute trau ich mich.

Geb mein Gefühl in diese Welt
und hoffe auf Vergebung
und glaub, das man es doch erzählt
und geb noch kräftig Schwung.


So?  oder doch lieber So?




















(c) Rolf Glöckner

Nachdenkliche Gespräche im Garten

Ich ging im Garten auf und ab,
da hört ich etwas wispern
und sah ein kleines, rotes Blatt,
das tat mir dieses flüstern:

"Ich fall nicht ab, ich bleib gern hier,
möcht'  Weihnachten erleben;
auch wenn ich dabei heftig frier,
will nach den Lichern streben."


Da sprach ein Stimmchen leis zu mir:
"Auch ich, ich möcht's gern sehen,
es wird wohl schön, ich sag es Dir,
Du wirst mich dann verstehen."


Ich ging dann fort, was sah ich da?
Ein Osterei in Zweigen!
Es hing wohl da seit frühem Jahr
und tat sich zu mir neigen.


"Ach lass mich doch an diesem Ort"
sprach es mit lautem Drängen.
"Bald schon ist Ostern, das mein Wort,
lass mich doch einfach hängen!"

(c) Rolf Glöckner