Mittwoch, 25. Januar 2012

Nebelschwaden

Nebel bedeckt Natur!
Kälte kriecht!
Verliere die Spur,
misse das Licht!


Weg endet in Unendlichkeit,
sich verliert
weit!
Mich friert!


Gras kalt sich reckt,
Wiesen ganz blass.
Bin ganz verschreckt!
Warum wohl das?


Wasser spiegelt den Busch,
steht still
Gedanken, ein Husch,
sehen ich will!


Kommt Sonne zurück?
Freu mich dann,
Oh! Welch ein Glück,
wenn ich sie sehen kann.


(c) Rolf Glöckner

Dienstag, 24. Januar 2012

Nachtspaziergang

Es trieb mich hinaus in die Dunkelheit
zum Wasser hin.
Der Weg, er ist Weg in die Zeit,
Viel Träume hab im Sinn.

Die Schwärze zieht mich magisch an,
wird doch von Licht erhellt
Mal rotes Licht, Halt sofort an!
Auch "Grün" für mich bestellt.

















Das Ziel erreicht, bleib einfach stehn,
Gedanken rauschen wild.
Ob's Licht reicht, etwas anzusehn
auf diesem nächsten Bild?


So blieb ich lang, ganz tief in mir,
schaut Kräuselwellen zu
Licht spiegelt, doch ich frier,
find lange keine Ruh'!


Geh' heim in kalter Regennacht,
jetzt macht mich Schwärze schauern.
Lang über mich hab nachgedacht,
ich sollte nicht mehr trauern.

(c) Rolf Glöckner

Sonntag, 22. Januar 2012

Ein Versehen?

Gebunden, ständig unterwegs,
rennst umher,
tanzt in Konzerten,
schaust Muskeln,
groß und schwer.
Partner, was sagt er?
Fährst nachts mit dem Rad
durch kalte Stadt!
Keine Furcht?
Ohne Begleitung?
Wohin fährst Du wirklich?
Gern am Deich,
macht Dich wohl reich,
möchtest nur bei Dir sein!
Aber warum immer allein?


Spielst Du mit Herzen?
Sag, bist Du nicht ehrlich?
Ist das nicht gefährlich
auch für Dich?
Seh das Gesicht nicht mehr,
verschwunden aus Netzemeer,
fällt es Dir denn nicht schwer,
Freund nicht mehr zu sehen?
Sah ich Dich gehen?
Schautest zurück,
tatest Dich drehen,
kamst nicht zurück!
Tat Schönes nur der Wind verwehen?
Alles nur ein Versehen?



(c) Rolf Glöckner

Donnerstag, 19. Januar 2012

Im All

Ich träumte und das tat ich gern
vom All, dem großen, weiten
und dankte wieder meinem Stern,
der mich tat lang begleiten.


Doch jetzt ist er verloschen ganz,
seit kurzem er verschwunden.
Das ist wohl nicht ein Freudentanz,
ich habs noch nicht verwunden.


Würd selbst gern hinterm Mond verschwinden,
sie hat's Alleinsein selbst gewollt.
Ob sie es jemals kann verwinden?
Warum hat sie mir wohl gegrollt?

Oder die Milchstraß' nimmt mich auf
dort würd ich gern verweilen,
in Sternenmengen gar zu Hauf
und würd mich nicht beeilen.


Käm dann nicht zur Erd zurück,
was soll ich dort noch schauen?
Im All, da find ich wohl mein Glück,
tät Leben mir erbauen.

So gehe ich nun himmelwärts
schau durch mein Fernrohr hin.
Jedoch, das ist doch nur ein Scherz,
bin tief in Wolken drin.


Jedoch sie zeigten Kreuzel mir,
was wollt mir dieses sagen?
Das ich noch etwas weiter frier?
Mir schlägt's nun auf den Magen.

(c) Rolf Glöckner

Sonntag, 15. Januar 2012

Gänsehaut aus Eis

Kleine Kristalle stehen wie Gänsehaut.
Welt erstarrt ohne Laut!
Nebel drückt Leben herab.



Sonne fast schwarz, bildet Scherenschnitt
Spinnenetz sperrt den Weg.
Kommst Du noch mit?



Pflanzen stehen,
verschwunden in Eis.
Wer wird sie sehen?



Draht ist vereist,
Stachel ist so nicht gefährlich.
Warum aber ist's Leben manchmal nicht ehrlich?

Herzchen im Eis,
jemand wirds kennen.
Sonne versteckt's schnell.


Doch was ist denn dieses?
Ein Kakus im Eis?
Wirklich ein Kaktus? Wer weiß!



(c) Rolf Glöckner

Freitag, 13. Januar 2012

Peitschen hängen...

Peitschen hängen trauernd überm Fluß
Hab ich den Weg endgültig versperrt?
Gehst Du ihn noch, doch ohne Gruß?


Vorbei die Zeit, die Lichter sind erloschen,
hört man noch Glockenklänge?
Das Licht gefallen in ein tiefes Loch!
Doch Glockenklänge? Leise hörst Du 's noch?

Versteckt in einem schwarzen Loch,
verborgen hinter fernen Sternen.
Was fühlst Du noch?
Warum nur in so weiten Fernen?


Peitschen hängen trauernd überm Fluß
Hab ich den Weg endgültig versperrt?
Gehst Du ihn noch, doch ohne Gruß?
Kehrst Du zurück?


(c) Rolf Glöckner

Mittwoch, 11. Januar 2012

Träume

Die Welt ist grau, ich träume
von Welten, unerreichbar!
Ich glaube, ich versäume:
Viel? Nichts? Es ist nicht klar!


Die ersten Blüten schauen
mich an aus dunkler Erd.
Darauf kann man wohl bauen,
dass es bald Frühling werd!


Vielleicht hüllt noch der Winter
die Erd ins Leichentuch.
da steh ich nicht dahinter,
das macht mich so nicht klug.


Gedanken fliegen nieder
auf Blätter von Papier
und Bilder kehren wieder
war ich schon einmal hier?


Kehr' ich noch einmal wieder?
Geh ich jetzt andren Weg?
Ich glaub, ich leg mich nieder
und tauche einfach weg.

Bin dann in Traumes Land,
finde hier wohl meine Ruh!
Ist diese Welt mir nicht bekannt?
Schaut mir noch jemand zu?


Liest jemand meine Zeilen
und freuet sich daran?
Dann tu ich gern verweilen
und schreibe, dann und wann.

Für Menschen und für Schafe,
für liebe Wesen halt
und gehe dann und schlafe
doch Seele, die ist kalt.


Und wenn es dann noch lange dauert,
das kranke Herz soll doch gesunden!
Hab mich in Wärme hingekauert
und träume noch für viele Stunden.

(c) Rolf Glöckner