Samstag, 4. Februar 2012

Schilda ist überall,

besondes in Oldenburg...

Da gab es die Berliner Bären
sie standen am Berliner Platz
konnten von Bewunderung zehren
und waren Oldenbürgers Schatz.


Dann wurd das ECE gebaut
und plötzlich warn'n die Bären weg.
Wer hatte die denn weggeklaut?
Ach so, gelagert, zu nem spät'ren Zweck!

Wollt schenken, Oldenburg der Stadt
den Grafen Anton Gunter,
damit sie auch ein Demkmal hat
da wurd' Verwaltung munter.


Wo sollt er stehen? Doch am Schloß?
Das wollte nicht gelingen,
die Fürsprecher das sehr verdroß
und taten Hände ringen.

Da meldet sich Kulturminister(in)
und merkte an, das gehe nicht!
Der Platz am Schloß gehör' dem Land
War das den Spendern nicht bekannt?

Zum Weiteren man nun sagte aus,
geschenkt, das wär' doch wohl ein Graus,
denn was nichts kostet, ei der Daus,
das kann nichts sein, man spricht es aus.

Man stellte schnell die Bären hin,
der Platz ist nun vergeben.
Das Grafendenkmal macht nicht Sinn,
der Zorn tat in mir beben.

Man sollte Oldenburg, der Stadt
den Namen neu vergeben,
jetzt Hunteschilda, ist nicht schad,
so ist's nun mal im Leben.

Da schaut der Mond auf diese Stadt
und schüttelt sich mit Grausen.
Wohl dem, der solch' Verwaltung hat,
ich glaub, ich lass sie sausen.


(c) Rolf Glöckner

Donnerstag, 2. Februar 2012

Eiszeit

Das Eis beginnt zu fressen,
bedeckt den Fluß.
Wasserfläche fast vergessen,
stoppt fliessen. Schluß!


Ein eisig Wind
erstarrt die Welt
verschlingt Natur,
jedoch Sonne erhellt.


Hier ist noch Freiheit,
Wasser fliesst, doch
auch hier
der Frost marschiert,
unaufhaltsam!


Jedoch auch Leben schwimmt.
Gekommen aus kaltem Land,
warum dann hier?
War es denn nicht bekannt?

Der Osten schickt uns Kälte vor
nun friert es lang.
Manch Blütenknospe schon verfror,
mir ist ganz bang.

So wächst das Eis,
doch nicht auf meinem Herzen.
ich weiß,
langsam vergehen Schmerzen?


(c) Rolf Glöckner

Dienstag, 31. Januar 2012

Sonnentränen

Die Sonne friert,
Tränen rinnen aus ihr
in Wolken.


Eingesperrt, nicht frei
wünsche mir....
doch es kommt
nur ein Schrei!


Doch nur einen Tag später
zeigt sie sich ganz
so wie ich sie mag,
ein Himmelstanz.


So gehe ich, doch nicht befreit,
den Weg
etwas erleichtert,
Licht begleitet mich
Nicht!

Träne ist noch dort
hängt, trauert.
Leben verfliegt.
Warum an diesem Ort?

(c) Rolf Glöckner


Freitag, 27. Januar 2012

Zerbrochen

Zerbrochen der Stamm,
der einte und verband.
Haut fühlt sich klamm,
kalt die Hand.

Wasser strömt wild,
Schaum brodelt auf.
Seh' nicht mehr das Bild,
gehemmt im Lauf.


Dunkel der See,
zieht mich hinab.
Ich nichts mehr seh',
wende mich ab?


Schaum treibt,
Herz bleibt allein.
Traurigkeit bleibt.
Nichts mehr im Sein.


Vergessen jetzt?
Nein!, ruft das Herz
Liebe versetzt,
groß der Schmerz!


Vieleicht aber einst
wir werden uns sehen.
Du nicht länger mehr weinst,
Du wirst es verstehen!

(c) Rolf Glöckner

Mittwoch, 25. Januar 2012

Nebelschwaden

Nebel bedeckt Natur!
Kälte kriecht!
Verliere die Spur,
misse das Licht!


Weg endet in Unendlichkeit,
sich verliert
weit!
Mich friert!


Gras kalt sich reckt,
Wiesen ganz blass.
Bin ganz verschreckt!
Warum wohl das?


Wasser spiegelt den Busch,
steht still
Gedanken, ein Husch,
sehen ich will!


Kommt Sonne zurück?
Freu mich dann,
Oh! Welch ein Glück,
wenn ich sie sehen kann.


(c) Rolf Glöckner

Dienstag, 24. Januar 2012

Nachtspaziergang

Es trieb mich hinaus in die Dunkelheit
zum Wasser hin.
Der Weg, er ist Weg in die Zeit,
Viel Träume hab im Sinn.

Die Schwärze zieht mich magisch an,
wird doch von Licht erhellt
Mal rotes Licht, Halt sofort an!
Auch "Grün" für mich bestellt.

















Das Ziel erreicht, bleib einfach stehn,
Gedanken rauschen wild.
Ob's Licht reicht, etwas anzusehn
auf diesem nächsten Bild?


So blieb ich lang, ganz tief in mir,
schaut Kräuselwellen zu
Licht spiegelt, doch ich frier,
find lange keine Ruh'!


Geh' heim in kalter Regennacht,
jetzt macht mich Schwärze schauern.
Lang über mich hab nachgedacht,
ich sollte nicht mehr trauern.

(c) Rolf Glöckner

Sonntag, 22. Januar 2012

Ein Versehen?

Gebunden, ständig unterwegs,
rennst umher,
tanzt in Konzerten,
schaust Muskeln,
groß und schwer.
Partner, was sagt er?
Fährst nachts mit dem Rad
durch kalte Stadt!
Keine Furcht?
Ohne Begleitung?
Wohin fährst Du wirklich?
Gern am Deich,
macht Dich wohl reich,
möchtest nur bei Dir sein!
Aber warum immer allein?


Spielst Du mit Herzen?
Sag, bist Du nicht ehrlich?
Ist das nicht gefährlich
auch für Dich?
Seh das Gesicht nicht mehr,
verschwunden aus Netzemeer,
fällt es Dir denn nicht schwer,
Freund nicht mehr zu sehen?
Sah ich Dich gehen?
Schautest zurück,
tatest Dich drehen,
kamst nicht zurück!
Tat Schönes nur der Wind verwehen?
Alles nur ein Versehen?



(c) Rolf Glöckner