Sonntag, 12. Februar 2012

Schleuse vereist

Schleuse still im Eis,
Schiffe liegen fest.
Wasser ist weiß.


Nur kleiner Wasserfall
bahnt sich hinaus
Fällt hinunter, rauschend Schall.



Weniges Leben noch
am Fluß
drängend stehen an Wasserloch.


Frühling, wann kommst Du wieder?
Frier schon zu lange!
Bei ersten Blumen knie ich nieder.


(c) Rolf Glöckner

Barfuß

Sie lagen am Pfahl,
ein Paar Schuhe am Weg
kein Sonnenstrahl
alles grau, unbewegt.


Wer verlor sie?
Ging barfuß dahin?
Ich frage mich: Wie?
Mit welchem Sinn?

Sollte helfen jetzt gleich?
Schenk Schuhe sofort?
Macht mich das reich?
Helfen am Ort?

Welch armer Mensch ging
nun barfuß den Weg?
Ich glaub 's ist ein Wink
dass Welt sich nicht dreht.

Wie arm ist die Welt?
Warum Menschen so arm?
Zum Wohnen kein Zelt?
Nirgendwo warm?


Schenke ein Herz,
geb meine Hand.
Will lindern manch Schmerz
in "armen" deutschen Land.

(c) Rolf Glöckner

Freitag, 10. Februar 2012

Hunteschilda 10. 2. 2012

Es kommt immer wieder neue Schildbürgerstreiche.

Die Gruppe "Linke/Die Piraten",
die hatten 'ne Idee!
Die sollt nicht länger warten,
ich glaub' nicht, was ich seh!

Da gibt es viele Straßen, die
nach Menschen sind benannt.
jetzt wird geprüft, nur ob und wie
sie tätig war'n in Nazi-Land.





Dazu braucht man die Wissenschaft,
dass ist ein Club, der Wissen schafft.
Warum nehm ihr nicht  drei Schüler?
Die "googeln's", das ist kühler (cooler)!

Darauf soll'n neue Namen
und teure Schilder her!
Das ist doch zum Erbarmen!
Was gibt's des Unfugs mehr?           (Und was kostet das?)

Ach ja, da gibt es Wiesen
die sind jetzt ganz gefrorn
könnt Eislaufen geniessen
Stadt hat Geduld verlorn!

Zuwiederhandlung kostet 50 €

Liess sperren alle Flächen
darunter wohnt ein Frosch,
den könnte es erschrecken
des Schlittschuhs leiser Husch.

OT unserer Oberbürgermeisters als Begründung zur wissenschaftlichen Untersuchung der Straßennamen:

Der aktuelle Antrag sei “Ein Prüfstand für unsere gesellschaftliche Konsensfähigkeit, ohne dass wir dabei die Augen davor verschließen, dass wir zeitgleich in Oldenburg immer noch Personen durch Straßennamen ehren, die Mitglied der NSDAP und zudem Funktionsträger im Nazireich gewesen sind”.

mal wieder  "Kopfschüttel" und die Frage: "Gibt es eigentlich keine wichtigen Aufgaben in dieser Stadt?"

(c) Rolf Glöckner

Donnerstag, 9. Februar 2012

Klassentreffen (Es steht bevor)

Das alte Haus steht heut‘ so da,
jedoch wie war‘s vor Zeiten?
Der Karikaturist doch bei uns war
und tat‘s uns aufbereiten!


In Büchern gab es manches Bild,
es tut uns heut‘ erbauen,
die Neugier ist noch nicht gestillt,
wir werden erst Mal schauen.


Die Besatzung:



„Ich will euch nicht, ihr seid zu wild“,
sprach der Direktor Wallis.
„So macht euch jetzt ein eigen Bild,
dass sowas nicht mein Fall ist.“

Doch  gern tat er so manches Mal
Vergangenes berichten.
Wir mochten's nicht, ich sag's einmal
Wir kannten die „Geschichten“

Sie hockte auf des Bankes Spitze
gab Englisch, Kunst und Lebenssinn,
Zog manchmal auch an  Hemdes Spitze.
Blieb doch in unsrem Herzen drin.

Schickte die Mädels vor die Tür,
sah uns dann strafend an:
„Ich glaub‘, ich hab so das Gespür,
dass Männerduschen wäre dran!“



Riesengroß, im Kopf nicht hohl,
das war, so seht, dieser Geselle
Mathe, Geschichte, Lehrer P.,
Da waren wir oft nicht helle!

Das schaffst dahin und das zurück!
Du weißt es nicht? Oh welch ein Glück!
Da kann ich Dir ´ne sechs anschreiben,
dann wirst Du Ostern backen bleiben..


 Kriegscht a "Bumm", so rief er aus,aus,
Stempel aufs Hefte kracht.
Die Eltern riefen:“ Ei der Daus,
Hausaufgaben nicht gemacht!“

Nur kurze Zeit er bei uns war,
wir taten manchmal flennen
Er sprach ganz oft und das ist wahr!
"Kelle, ihr müsst die Katte lennen"



Für ihn kam dieser schicke Mann,
Erdkunde und Sport warn bei ihm dran.
Brodelböden, Bollerwagen voll Gold
Vortrag“ waren ihm hold.

Auch gab er uns Sport
in Hut und Kleppermantel
Ließ wählen uns Ertüchtigungsort,
Das war für uns oft nur Gehampel.D



Ein Kissen spielte eine Rolle
in diesem kleinen Schelmenstück.
Er am Klavier mit seiner Tolle,
Wir warn davon oft nicht entzückt.

Er schlug die Tasten, konnt' nichts hören,Er schlug die Tasten, konnt‘ nichts hören,
das Kissen hat den Ton verklemmt!
In uns, da war ein mächtig Röhren,
Stießen es aus, ganz ungehemmt!


Da gab's ja noch das "Fräulein" S.
Sie war für viele nicht das Glück
„Faul gewesen“ sagte sie
mit schriller Stimme, nicht entzückt.

Schwebt zum Unterricht mit Taschen beladen
Und sucht beim Gehen nach einem Gesicht.
Wohl eines von den bekannten Knaben…
Nicht was ihr denkt! Nein, Taschen tragen…



Der Wissenschaft war er verhaftet,
Physik, Biologie und auch Chemie.
Er glaubte fest und sprach:“Ihr schafft es!“
Bei ihm jedoch, da klappt‘ es nie!

Warum, das konnte niemand sagen,
Er hatt's um sechs doch schon probiert!
Wir konnten uns da nicht beklagen
und haben‘s einfach repariert!



Das Mathe-Ass kam hier geknattert,
die Zeitung schützt ihm Brust und Bauch,
mit uns hat er ganz viel gerackert,
Wir dankens's ihm, und ich wohl auch!

Er gab auch Sport, da war er fit.
Als Turner zeigte er, wie‘s geht
und machte auch mal Blödsinn mit,
ich mochte ihn, wie ihr gleich seht.


(Seine Verwandten waren „Osterberger“, so wie ich!)

 


Manchmal denk ich doch wehmutsvoll zurück
an wunderschöne Zeiten in der Klasse,
an erste Liebelei, den Spaß, das erste Glück,
auch wenn ich‘s heute nicht mehr so richtig fasse,
so war‘s von unsrem Leben doch ein spannend Stück!

Möcht‘ es behalten, möchte es nie vergessen,
Schreib auf, was ich behalten will.
Hab solch Geschichten nicht besessen,
Seh vieles vor mir, bin ganz still und träume
vom Essen!!!!!
(c) Rolf Glöckner    Karikaturen Prof. Dr. Wolfgng Reiß

Dienstag, 7. Februar 2012

Versteckt hinter braunen Gläsern

Versteckt hinter braunen Gläsern,
der Blick! Wohin?
Ging meines Weges.
Dreht' sich mir hin?


Wandte sich ab, schnell.
Wollte gehen davon.
Fror fest auf der Stell,
Schaute wieder!

Drehte sich im Kreis,
wieder der Blick!
Ich glaube, ich weiß,
sie sucht doch ihr Glück!

Warum ist sie hier?
Wen sucht sie denn jetzt?
Stromert herum wie ein Tier.
Hab mich gesetzt.

Schaue hin, schick einen Gruß
Sonne versinkt
hinter dem Fluß.
Seele ertrinkt.


Eisschollen knistern laut,
Schneeflocken fallen leis.
Bin nicht erbaut,
bin ich ein Greis?


Geh meinen Weg
Gedanken kreisen
unendlich weit,
vorbei schöne Zeit.

(c) Rolf Glöckner

Samstag, 4. Februar 2012

Schilda ist überall,

besondes in Oldenburg...

Da gab es die Berliner Bären
sie standen am Berliner Platz
konnten von Bewunderung zehren
und waren Oldenbürgers Schatz.


Dann wurd das ECE gebaut
und plötzlich warn'n die Bären weg.
Wer hatte die denn weggeklaut?
Ach so, gelagert, zu nem spät'ren Zweck!

Wollt schenken, Oldenburg der Stadt
den Grafen Anton Gunter,
damit sie auch ein Demkmal hat
da wurd' Verwaltung munter.


Wo sollt er stehen? Doch am Schloß?
Das wollte nicht gelingen,
die Fürsprecher das sehr verdroß
und taten Hände ringen.

Da meldet sich Kulturminister(in)
und merkte an, das gehe nicht!
Der Platz am Schloß gehör' dem Land
War das den Spendern nicht bekannt?

Zum Weiteren man nun sagte aus,
geschenkt, das wär' doch wohl ein Graus,
denn was nichts kostet, ei der Daus,
das kann nichts sein, man spricht es aus.

Man stellte schnell die Bären hin,
der Platz ist nun vergeben.
Das Grafendenkmal macht nicht Sinn,
der Zorn tat in mir beben.

Man sollte Oldenburg, der Stadt
den Namen neu vergeben,
jetzt Hunteschilda, ist nicht schad,
so ist's nun mal im Leben.

Da schaut der Mond auf diese Stadt
und schüttelt sich mit Grausen.
Wohl dem, der solch' Verwaltung hat,
ich glaub, ich lass sie sausen.


(c) Rolf Glöckner

Donnerstag, 2. Februar 2012

Eiszeit

Das Eis beginnt zu fressen,
bedeckt den Fluß.
Wasserfläche fast vergessen,
stoppt fliessen. Schluß!


Ein eisig Wind
erstarrt die Welt
verschlingt Natur,
jedoch Sonne erhellt.


Hier ist noch Freiheit,
Wasser fliesst, doch
auch hier
der Frost marschiert,
unaufhaltsam!


Jedoch auch Leben schwimmt.
Gekommen aus kaltem Land,
warum dann hier?
War es denn nicht bekannt?

Der Osten schickt uns Kälte vor
nun friert es lang.
Manch Blütenknospe schon verfror,
mir ist ganz bang.

So wächst das Eis,
doch nicht auf meinem Herzen.
ich weiß,
langsam vergehen Schmerzen?


(c) Rolf Glöckner