Dienstag, 10. April 2012

Stille Wasser

Stille Wasser ziehen mich magisch an,
blicke tief hinein.
Wende mich wieder und dann
plötzlich nicht mehr allein.


Wie kam es? Wer war bei mir?
Half mir aus meiner Pein?
Wer machte, dass ich nicht mehr frier?
Wer wollte in meiner Nähe sein?

Der Anblick ließ mich lange stehen,
war der Gedanken doch so voll,
wollt' erst ein Neues gar nicht sehen,
doch fühlt mich innerlich nicht hohl.


An andrer Stell wölbt sich das Land
hinauf, steigt himmelwärts.
Ich steh' an seinem grünen Rand,
verschwunden plötzlich ist mein Schmerz.

Ich warte auf das Tagesende,
dass Sonn' ins Wasser sinkt
Wart auf Gefühles große Wende,
dass wunderschönes Lied mir klingt.



Und wieder liegt das Licht im Fluß
und spiegelt Wolkenland
ich schau, hab daran viel Genuß
Hab's selber in der Hand.

Und wart noch länger, Sternenhimmel
tauch vor mir auf, wird hell und klar
von fern Kirchglöckleins Gebimmel,
ich träume still, es ist wohl wahr

Die Zeitenwende steht bereit
sie wird uns all' beglücken
Komm  her, du schöne neue Zeit,
wirst Seel' nicht länger drücken.


(c) Rolf Glöckner

Montag, 9. April 2012

Regenschwer

Der Ostertag in Grau
ich geh für mich und schau
die grüne, bunte Welt.
Glocken schwer gebeugt
Tropfenschwer.



In lila Farbe eingebettet
die Frühlingsglocken, allerorten
der Winter nun davon sich rettet
ganz weit, bis in den hohen Norden.



Am Rande, ganz an Wildnis Rand
stand dieser weiße Stuhl,
auf den ich müde niedersank,
war der Gedanken voll.


Träumt mich in eine Sommerwelt,
das Wetter goß den Schauer
den Blick hinauf zum Himmelszelt
es wurd schlimm und noch viel grauer.

Am Abend vorher noch das Wetter
gab blau und Wolken kleine,
das könnte sein Gemütes Retter,
ich möcht nicht, dass ich traurig weine.

Weil Trauer bedrücket mich so schwer
die Tränen täglich rinnen,
so lauf ich planlos oft umher
und bleib nicht gerne drinnen.

Jedoch am Horizont der Nacht
da ist es jetzt noch hell
hat Schäfchenwolken hergebracht
für mich an dieser Stell.



So kommt auch Glück doch her zu mir,
füllt mir mein Herz mit Freude,
damit ich nicht mehr länger frier
in diesem Hier und Heute.

(c) Rolf Glöckner

Sonntag, 8. April 2012

Osterfeuer

Rauch in der Luft,
wilder Mond am Firmament.
Einmal im Jahr bekannter Duft,
Osterfeuer brennt.



Menschen versammeln sich
am Feuer zum Ostertag,
schauen in die Flammen
brennen mit, wollen gemeinsam
einläuten den Frühling,
vertreiben Hödur, den Wintergott.


Jedoch von kurzer Dauer ist der Flammen Tanz
glühen aus, noch Hitze strahlend,
fallen knisternd in sich zusammen,
glosend noch.


Morgendunst steigt, nur Asche noch.
Rauchfäden wehen im Wind
verbrannt, ausgelöscht der Winter,
doch was geschieht mit uns,
mit der Welt, der Natur, dem Frieden. den Menschen?
Ist auch das alles heruntergebrannt?
Wo bleibt das Leben auf diesem Planeten?
Ausgebrannt?
Das Ende der Zeit bald gekommen?


Jedoch
neues Leben überall
schiebt sich aus noch kalter Erde
ans Licht.
Noch ist Hoffnung!


(c) Rolf Glöckner

Samstag, 7. April 2012

Sprachlosigkeit

Wort ist entflohen,
Wahrheit gesprochen.
Eiszeit gebiert
Sprachlosigkeit.
Mich friert nicht!


Fühle neue Welt,
fühle Freunde,
fühle Bilder
fühle mich frei,
ungehemmt,
ohne Klammern
zu sehen, zu schreiben,
zu fühlen, zu denken
und Gedanken strömen zu lassen
wie einen Wasserfall.


So neu!
Möcht' Gedanken nicht missen
die mich durchfluten,
die aufregend sind,
die die Nächte verlängern
Schlaf mit Träumen schwängern.
Dann schau ich auf
Mondes und Sterne Lauf
Still und Stumm?
Nein, sie sind nicht
sprachlos!




Ich spreche ins All, bekomme
Antworten.

Menschen in ihrer Sprachlosigkeit
verharren, geben sich nicht
preis.
Sprachlosigkeit aller Orten.


(c) Rolf Glöckner



Freitag, 6. April 2012

Karfreitagsspaziergang

Die Sonne hell am Himmel,
ich gehe meinen Weg.
In der Ferne Kirchengeläut
über dem Land.
Am Straßenrand
jedoch stehen Glöckchen
wunderschön gelb

Mein Weg in Feiertagsfrieden
Station an meiner Bank
der Platz, der mich zum Schreiben
oftmals inspirierte,
mir viele Wort gab,
ohne Hintergedanken.


Saß dort eine ganze Weile,
Fasan schaute mir zu,
sah mich an, als wolle er sagen:
"Wer bist Du? Ich kenne Dich, sehe Dich,
freue mich, daß Du hier rastest."


Am Ufer sprießt Grünes,
neues Leben überall
Blütenbäume sich schmücken
für schöne Tage
die den Menschen erinnern sollen
an das, was einst geschah vor vielen Jahren




So stand ich sinnend und
mich besinnend auf das,
was mit mir geschah.
Sah hoch zum Himmel, zur Sonne
zu Blüten, Zweigen und Gräsern
und dankte dem Schöpfer
so wunderbar die Welt.
Noch!

(c) Rolf Glöckner


Donnerstag, 5. April 2012

Die Natur gewinnt

Natur, gefallen, große Bäume
schon morsch.
Der Mensch zersägte sie
und ließ sie liegen
für die Natur.


Und die Natur, was tat sie nun?
Sie schickte ihre Truppen,
So hatten sie sofort zu tun
Pilze, Gewürm und Käferpuppen


Als nächstes siedeln Pflanzen
an und auf den Stämmen.
und Ameisen tanzen
von unten gehts mit Schwämmen.

So kommt nach Fall Natur zurück,
holt sich, was ihr gehört
der Mensche sieht das nicht als ein Glück
ich glaub', dass ihn das stört.


Nichts ist hier ordentlich in diesem kleinen Wald
das sieht ja aus ganz fürchterlich,
ruft er, dass laut es schallt
und dreht sich um und schüttelt sich.

Natur jedoch, die lächelt still
ob großem Menschen Schreien
und breitet aus, so wie sie will
und tut damit erfreuen.


(c) Rolf Glöckner

Sonntag, 1. April 2012

Träume

Unruhig die Nacht,
in den Schlaf gefallen,
geträumt.

Geträumt, ich flog
über die Welt,
schaute hinab.


Alles ganz klein
Menschen, Natur.
Angst im Gebein.

Stieg höher hinauf,
betrachtete der
Sterne Lauf.


Nahm Platz
auf dem Mond
Erde ganz blau

Auch Wunden ich sah
von Menschen geschlagen!
Warum taten wir das?

Wer heilt den Planeten?
Natur, wenn wir fort!
Ich glaub, es wird sein.

Der Flug verändert,
Menschen Herzen gesehen
nahm Freude auf.

Gab Hand und mein Herz
für "fremden" Menschen,
zu lindern Schmerz.

Landete in meiner Welt,
Herz tat sich auf,
es nimmt seinen Lauf.

Wie wird es sein?
Was wird sich wohl ändern?
Wird alles neu?

(c) Rolf Glöckner