Donnerstag, 6. Dezember 2012

Wintermorgen

Wintermorgen
 
Mit schwerem Flügelschlag
ziehen Vögel
durch die Morgendämmerung,
über das Weiß,
welches der Winter in der Nacht
ausstreute aufs Land.
Krächzend laut
ziehen die Krähen dahin,
auf der Suche
nach einer Tränke.
 
 
Eis bedeckt das Land,
den Fluss.
Verschlossen das Leben.
Versteckt, unsichtbar
Natur schläft.
Schläft sie wirklich?
 
 
Frost beißt
in mein Gesicht.
Doch
hält er mich nicht auf,
meinem Weg
zu gehen,
zu gehen und zu schauen
in wunderschöne Weiten,
werd' mich daran erbauen
und will es lieben, für alle Zeiten.
 
 
 
(c) Rolf Glöckner

Samstag, 1. Dezember 2012

Winter, komm mit Schnee!

Winter, komm mit Schnee!

Wie schön wär es, wenn Welt nun wäre weiß gepudert
und Frost kniff sich hinein in rote Wangen.
Niemand, der auf dem Flusse wär gerudert,
kein Vogel könnte Trinken sich vom Wasser langen.


Auf Zweigen liegt so flockenleicht der Schnee
ein Grün schaut nirgendwo hervor.
Wohin mein Blick auch unstet streift,
die Welt kommt mir gestorben vor.


Ein Leichentuch aus frostigen Kristallen
deckt alles zu, was kurz zuvor noch farbig war,
es zeigt uns nichts, jedoch könnt 's auch gefallen
es kommt nicht unverhofft zu uns, wie jedes Jahr.


So schau das Kleine in kristallner, kalter Welt
sieh Schönes überall, nur ganz versteckt es ist,
Nimm es auf in dich, sage fröhlich: "Es gefällt"
Sei tapfer dann, wie du es immer bist.


Doch  bald verschwindet, was so lang gefangen,
gibt Farben, die bedeckt war'n, wieder frei.
Der blinde Hödur, Gott des Winters, ist gegangen,
Der Frühlingsgott mit Namen Baldur kommt herbei.


So wandeln sich die Zeiten immer neu.
Der Frühling kommt schon bald in unsere Breiten,
das Menschlein spricht: ich mich dann so sehr freu'
So ist's und wird's sein für alle Zeiten.



© Rolf Glöckner

Samstag, 24. November 2012

Ich vermisse dich!

Ich vermisse dich!
Ich vermisse dich, du wunderschöner Tag,
vermisse dich, du Licht am Hag.
Ich vermisse dich, du laue Luft,
vermisse dich, der vielen Blumen Duft.
 


 Ich vermisse dich, du Plätscherfluss,
vermisse dich, du Sonnenkuss.
Ich vermisse dich, Natur am Deich
vermisse dich, mach mich doch reich!
 

Ich vermisse dich, du Weg durch Wald und Flur,
vermisse dich, du Menschenspur
Ich vermisse Dich, du großer Bäume Wald,
vermisse dich, es wird mir kalt.
 

Ich vermisse dich, du Nacht so sternenklar,
vermisse dich, du bist so wunderbar.
Ich vermisse Dich, oh Mond, treuer Begleiter
vermisse dich, brauchte zu dir eine Leiter.
 

Ich vermisse dich, oh Mensch in meiner Nähe,
vermisse dich, doch niemals ich dich sehe.
Ich vermisse Dich, so komm doch her!
Vermissen möcht ich nimmermehr!
 

(c) Rolf Glöckner

Freitag, 23. November 2012

Gerücht


Gerücht

Sag, hat er...
Wer hat?
Na, der!
Wieso hat er?
Sie sagen es doch alle!
Wer sagt?
Na, der und der!
Der sagt, er ging!
Woher hat er es?
Na, von dem!
Und der?
von vielen anderen!
So so!
Da redet wer
und denkt sich was
und weiß doch nichts!
Dann fragt nicht mich,
fragt besser ihn,
er sagt es dann
in dein Gesicht.

Das ist die Gier
von vielen Menschen,
aufnehmen,
was getratscht so wird.
Es wird verfälscht
und immer schlimmer, größer
werden Worte!
Schämt ihr euch nicht?
Hebt euch hinweg
von meinem Orte.

Blast nicht mehr euren bösen Schmutz
so aufgeregt umher!
Es ist zu eurem eignen Schutz,
ihr lieben Leut' ich bitt' doch sehr!

 
 
© Rolf Glöckner

Donnerstag, 8. November 2012

Hurra!

Wie immer, auch an diesem Tag
schaut' ich in meine Post.
Der Werbung voll, die ich nicht mag
das bracht' mir keinen Trost.
 
Jedoch so klein und ganz versteckt
da sah ich einen Brief,
Interesse war sofort geweckt,
versank darin ganz tief.
 
Der Text, er war so wunderbar,
da wollte ein Verleger jetzt
das Manuskripte, ganz und gar
bin gleich zum Telefon gehetzt.
 
Und Morgen ist dann der Termin,
klaub alles schnell zusammen
und bring es ihm persönlich hin,
was hat da angefangen?
 
Gehts jetzt voran, ich und mein Buch?
Wird es der Welt gegeben?
Ist jetzt des Wartens wohl genug?
Belohnung für mein Streben?
 
 
Die Hoffnung ist sehr groß derzeit,
vorab war's schon zu lesen.
Ich hatt ein paar, die schickt ich weit
für liebe Menschenwesen.
 
(c) Rolf Glöckner
 

Samstag, 13. Oktober 2012

Glückseligkeit

 


Glückseligkeit
Jetzt nehme ich mir noch ein Buch,
zieh leise mich zurück.
War aufregend, doch es ist genug,
der Tag gab mir viel Glück.

Mein Buch, es ist nun in der Welt
vielleicht schauen es ja viele
vieleicht fällt ab ein wenig Geld,
doch war'n 's nicht meine Ziele.
 


Ich wollt nur sehen, ob ich es kann,
mir scheint, es ist gelungen,
bin ich jetzt ein bekannter Mann?
hab ich mich selbst bezwungen?

 

Ich hab ein Buch herausgebracht
mit wundersam Geschichten.
Ich glaube nicht, dass jemand lacht
Schreib jetzt, werd weiter dichten!

© Rolf Glöckner

Freitag, 12. Oktober 2012

Herbstblues?

Herbstblues?

Der Herbst ist da,
des Regens Tränen rinnen nun herab.
 Das Jahresende ist schon nah
vom Baume fallen jetzt die Blätter ab.
 

Die Nacht kommt bald und  macht mich bangen,
ein Stern, der scheint mir heute nicht.
Steh lang und fühl mich so gefangen
Die Träne rinnt über mein Gesicht
und tropft hernieder.
Die Zeit, sie übt mit mir Verzicht,
oh Sommer, kehrst Du wieder?
Der du mir gabst den Schein der Sonne,
gabst Wärme und so manchen Duft
gabst täglich mir so gerne deine Wonne,
umschmeicheltest mit Sommerluft.
Genoss den Blick auf Land und Meer,
erklomm der hohen Berge Spitzen.
erfreute mich am Leben sehr
fand diesen Stuhl und blieb dort sitzen,
verweilte still und schaute gern umher.
Die Welt war mir Gebot.
Ich träumte tief und immer mehr
von schönstem Abendrot.
Die Brücke in das Nirgendwo,
wo endet sie denn wohl?
dort stand ich, war nicht wirklich froh,
fragt' mich, was das bedeuten soll.
So gib mir doch das Herz zurück,
das ich verletzte tief
und bring zurück das große Glück
vertreib die Geister, die ich NICHT rief!
(c) Rolf Glöckner