Mittwoch, 12. Dezember 2012

Vor der Weihnacht

Vor der Weihnacht

Regen, Schnee sind sehr gut durchmischt
Nebel legt die Welt in eisige Ketten.
Jagende Autos, schnell noch vorbeigezischt,
auf der letzten Einkaufstour, möchte ich wetten.


Warum ist dieser Monat so schlimm?
Kaufrausch ist unterwegs allerorten.
Da gehe ich doch lieber und ich bin
vor der Stadt an schöneren Orten.


Wenn dann das Grau verschwindet im Dunkel
und die ersten Lichter glühen schon auf,
dann hebt auf den Märkten an das Geschunkel
Bald ist Weihnachten, kauf, kauf, lauf!



Das, liebe Leute, ist nicht die meinige Welt,
die meine ist schon eher die festliche Stille.
Eine Kerze, die brennt und wer Geschichten erzählt,
das wäre doch eher mein einziger Wille.


Ein Stern, gehängt mir in mein Fenster,
er würd' mir reichen für die Weihnachtszeit,
würd' mir vertreiben die Konsumgespenster
und mich begleiten durch die wunderschöne Zeit.

(c) Rolf Glöckner


Sonntag, 9. Dezember 2012

Errötendes

Errötendes
Es sieht fast aus, als brenne dort der Wald
oder ist's von Weihnachten schon gar die Röte?
das Christfest, es kommt doch nun schon bald
wenn  Himmel häufig uns so Schönes böte.


Du wunderschöner Sonnenlauf, dir folge ich so gerne
denn schon ganz bald, du helles Sonnenlicht
zeigst du das Goldene mir aus der Ferne
und bringst mir die Wärme auf's Gesicht.


Es ist ein Wallen, wolkenschwer versinkt der Tag,
am Fluss gehst du nun bald zur Ruhe
mit Licht, wie ich's unsäglich mag,
nicht schert mich dann der Menschen falsch Getue.


Doch schon beginnt der neue Tag mit deinen ersten Strahlen
gefärbt wird Licht des  Morgens in ein neues Rosarot.
Vorbei der Nebel mit dem Licht, dem fahlen,
ich sitz und schaue an, was Tagesanfang mir da Schönes bot. 


So würd' ich dann gern draußen nur noch wohnen,
tät oftmals gern ertrinken in des Himmels feurig Glut.
Der würde mich mit vielen Farben so belohnen
und tief in meinem Herzen, da wäre es für immer gut.

(c) Rolf Glöckner

Samstag, 8. Dezember 2012

Stadtgang

Stadtgang 

 Ich komme soeben aus der Zone
des Einkaufs hier in unserer Stadt,
in deren Nähe ich wohl wohne,
wollt tun mir eine gute Tat.

Doch das Gewimmel, diese Menge
von Menschen, sie schreckt ab.
Es war ein fürchterlichs Gedränge,
ich dacht', die bringen mich ins Grab.

Gesichter mürrisch, wenig Freude,
behangen mit Geschenke "Pracht"
Was geht hier vor, ihr lieben Leute?
Warum habt ihr nicht nachgedacht?

Treibt euch der Tag, die Heilige Nacht?
Treibt euch die Gier in den "Besitz"?
Was hat euch wohl zu dem gemacht,
das frage ich euch ein wenig spitz?

Hab ihr vergessen schon den Grund
zu feiern bald die Heilige Nacht?
Es ist des Heilands Ankunftsstund'
und was habt ihr daraus gemacht?
 


(c) Rolf Glöckner

Donnerstag, 6. Dezember 2012

Wintermorgen

Wintermorgen
 
Mit schwerem Flügelschlag
ziehen Vögel
durch die Morgendämmerung,
über das Weiß,
welches der Winter in der Nacht
ausstreute aufs Land.
Krächzend laut
ziehen die Krähen dahin,
auf der Suche
nach einer Tränke.
 
 
Eis bedeckt das Land,
den Fluss.
Verschlossen das Leben.
Versteckt, unsichtbar
Natur schläft.
Schläft sie wirklich?
 
 
Frost beißt
in mein Gesicht.
Doch
hält er mich nicht auf,
meinem Weg
zu gehen,
zu gehen und zu schauen
in wunderschöne Weiten,
werd' mich daran erbauen
und will es lieben, für alle Zeiten.
 
 
 
(c) Rolf Glöckner

Samstag, 1. Dezember 2012

Winter, komm mit Schnee!

Winter, komm mit Schnee!

Wie schön wär es, wenn Welt nun wäre weiß gepudert
und Frost kniff sich hinein in rote Wangen.
Niemand, der auf dem Flusse wär gerudert,
kein Vogel könnte Trinken sich vom Wasser langen.


Auf Zweigen liegt so flockenleicht der Schnee
ein Grün schaut nirgendwo hervor.
Wohin mein Blick auch unstet streift,
die Welt kommt mir gestorben vor.


Ein Leichentuch aus frostigen Kristallen
deckt alles zu, was kurz zuvor noch farbig war,
es zeigt uns nichts, jedoch könnt 's auch gefallen
es kommt nicht unverhofft zu uns, wie jedes Jahr.


So schau das Kleine in kristallner, kalter Welt
sieh Schönes überall, nur ganz versteckt es ist,
Nimm es auf in dich, sage fröhlich: "Es gefällt"
Sei tapfer dann, wie du es immer bist.


Doch  bald verschwindet, was so lang gefangen,
gibt Farben, die bedeckt war'n, wieder frei.
Der blinde Hödur, Gott des Winters, ist gegangen,
Der Frühlingsgott mit Namen Baldur kommt herbei.


So wandeln sich die Zeiten immer neu.
Der Frühling kommt schon bald in unsere Breiten,
das Menschlein spricht: ich mich dann so sehr freu'
So ist's und wird's sein für alle Zeiten.



© Rolf Glöckner

Samstag, 24. November 2012

Ich vermisse dich!

Ich vermisse dich!
Ich vermisse dich, du wunderschöner Tag,
vermisse dich, du Licht am Hag.
Ich vermisse dich, du laue Luft,
vermisse dich, der vielen Blumen Duft.
 


 Ich vermisse dich, du Plätscherfluss,
vermisse dich, du Sonnenkuss.
Ich vermisse dich, Natur am Deich
vermisse dich, mach mich doch reich!
 

Ich vermisse dich, du Weg durch Wald und Flur,
vermisse dich, du Menschenspur
Ich vermisse Dich, du großer Bäume Wald,
vermisse dich, es wird mir kalt.
 

Ich vermisse dich, du Nacht so sternenklar,
vermisse dich, du bist so wunderbar.
Ich vermisse Dich, oh Mond, treuer Begleiter
vermisse dich, brauchte zu dir eine Leiter.
 

Ich vermisse dich, oh Mensch in meiner Nähe,
vermisse dich, doch niemals ich dich sehe.
Ich vermisse Dich, so komm doch her!
Vermissen möcht ich nimmermehr!
 

(c) Rolf Glöckner

Freitag, 23. November 2012

Gerücht


Gerücht

Sag, hat er...
Wer hat?
Na, der!
Wieso hat er?
Sie sagen es doch alle!
Wer sagt?
Na, der und der!
Der sagt, er ging!
Woher hat er es?
Na, von dem!
Und der?
von vielen anderen!
So so!
Da redet wer
und denkt sich was
und weiß doch nichts!
Dann fragt nicht mich,
fragt besser ihn,
er sagt es dann
in dein Gesicht.

Das ist die Gier
von vielen Menschen,
aufnehmen,
was getratscht so wird.
Es wird verfälscht
und immer schlimmer, größer
werden Worte!
Schämt ihr euch nicht?
Hebt euch hinweg
von meinem Orte.

Blast nicht mehr euren bösen Schmutz
so aufgeregt umher!
Es ist zu eurem eignen Schutz,
ihr lieben Leut' ich bitt' doch sehr!

 
 
© Rolf Glöckner