Samstag, 5. November 2011

Schreiben im Auenland

So saß ich wieder auf der Bank
das Büchlein in der Hand
hier geht es, ich sag Gott sei Dank
ich werde sonst noch krank.

Schreib in das kleine Heft hinein
's geht wie aus einem Guß
Kapitelchen, mal groß, mal klein
es ist mir ein Genuß.

Auch mancher kleine Reim, genau
stammt oftmals ganz von hier.
Ich schreib so gern an dieser Au,
in die ich mich verlier.

Geniess die Zeit, die ich mir nehm,
schau Vogelflug oft zu.
Zu Haus' da ist es nicht bequem,
da find ich keine Ruh.

Die Sonne fällt in herbstlich Land
ich schaue, bin entzückt.
so manches Foto hier entstand
und hat mich sehr beglückt.

Doch dunkel wird nun unsere Welt,
schnell gehe ich dahin,
schau noch hinauf zum Himmelszelt,
das macht für mich den Sinn.









Tagesende, die Sonne sinkt.







(c) Rolf Glöckner

Freitag, 4. November 2011

Stille Gedanken

So saß ich an des Ufers Rand
und schrieb mir diese Zeilen
Das Herz, es ist jetzt ausgebrannt,
wollt dennoch lang verweilen.

Die Sonne taucht in Wolken ein,
tat schnell und rot verglühen,
ich sitze hier, bin ganz allein,
das Herz tat mir verblühen.

So ging ich dann und schaute stumm
an Wassers große Seit'
mein Kopf war leer, ich fühlt' mich dumm,
bin wohl nicht mehr gescheit.

Viel Verse wandern durch mein Hirn,
tun mir die Seel' verbrennen,
fang innerlich stark an zu friern
die Ursach' könnt' ich nennen.

Es fühlt mein Leben sich so an,
als sei es bald beendet,
ich daran noch nicht glauben kann,
ob sich wohl alles wendet?

Ich schreib dies hier mit ganz viel Mut,
obwohl ich's nicht ertrage
ob mir das den Gefallen tut,
ist meine letzte Frage.

So send ich Hilferufe aus,
an Menschen, die mich kennen,
man gibt auch Ratschläg' mir ins Haus
jedoch bin am verbrennen.

Das Feuer in mir brodelt toll,
mein Herz, es schmerzt mich  heftig.
So bin ich der Gedanken voll,
von leise bis ganz kräftig.

Was soll ich tun in dieser Welt,
kann doch zu nichts gelangen.
Nur wenig gibt es, was mich hält,
fühl einfach mich gefangen.

Gefangen in nem schmerzlich Kreis
da dreh ich schlimme Runden,
doch gibt es Eines, was ich weiß.,
hab Freunde doch gefunden.





Weltenende?








(c) Rolf Glöckner

Möwenschwarm

Auf meinem Wege in die Stadt,
'ne Brille zu bestellen,
da sah ich dies und stieg vom Rad,
die Kamera hinzustellen.

Der Möwenschwarm auf dieser Brücke,
er saß dort, unbeweglich.
Oft trägt soetwas bei zum Glücke,
ich freute mich unsäglich.



Nahm diese Bilder ganz geschwind,
hinein in Kameras Speicher
und dachte dann bei mir, sie sind
hier nur für mich, das macht mich sicher reicher.
 
Ob diese eine an dem Tag,
saß einsam dort am Rande,
war sie vom Schwarm davongejagt?
War sie allein im Lande?

War nicht für sie auch jemand da,
zu sitzen auf Geländer?
Ich glaube wohl und sage ja,
für sie ist er kein Fremder.

(c) Rolf Glöckner

Donnerstag, 3. November 2011

Schleuse geöffnet?

Der Weg ist offen,
ich geh schnell dahin,
jetzt kann ich wieder etwas hoffen
und Leben macht doch wieder Sinn.


Der Tag entgleitet, Sonne geht bald unter
das Herz ist noch nicht ohne Schmerz.
Das ist es ja, ich geb mir selber Zunder
kämpf' noch und das ist gar kein Scherz.

Es geht in Dunkelheit nun über,
das Licht verschwindet gar so schnell.
Die Röte steigt, jetzt ist's vorrüber
der Tag doch in mir ist noch hell.


Auch wenn noch Tränen in mir steigen
so denk ich doch an Hilfe gern
möcht auch noch seh'n der Sterne Reigen
wenn sie so nah sind und dann fern.

Ich sitze an des Ufers Rande
und hör dem Wellenschlage zu
ein Hund gräbt neben mir im Sande
hier find' ich immer meine Ruh.


So treibe ich entlang der Wege,
schau manchem Hundetreiben zu,
fühl, dass ich doch wohl weiterlebe,
hier find ich immer meine Ruh.

Der Sonnenball getaucht
in Bäumen und Geäst jetzt ganz
Mein Herz hat Anblick jetzt gebraucht
den wunderschönen Sonnenglanz.


Die Welt, die nicht die meine ist,
sie ist jetzt doch an meiner Seiten
und vieles, es ist ganz gewiss,
wird Zauber mir ganz neu bereiten.

(c) Rolf Glöckner

Mittwoch, 2. November 2011

Auf Asphalt geschrieben

Wer hat denn diese schönen Zeilen
geschrieben auf des Asphalts Grau?
Da mußte ich lang verweilen,
wie lang, ich weiß es nicht genau.

Wer schrieb sie wohl, die schönen Worte
an wen sie wohl gerichtet waren?
War's Mägdelein an diesem Orte?
Doch was schreibt sie ihm dann nach Jahren?

Wars Knabe, der der Liebsten sein
wollt setzen hier ein Zeichen?
damit er länger nicht allein,
sollt Wort dazu jetzt reichen?

Ein Herz, das schmückte Wortes Glanz
wollt füllen wohl dieNachricht
vielleicht erfüllt's ein Herze ganz
vielleicht sah ich auch ein Gesicht.

Der Sonnenball, so rubinrot
stand dort schön hinter Bäumen,
vielleicht ein Herz ist doch in Not
ich könnt' davon fast weinen.

Würd gerne helfen, wenn ich kann,
könnt' selbst auch Hilfe brauchen,
jedoch ich sag mir, dann und wann,
möcht ich den Gruß jetzt hauchen.

So langsam kam die Dunkelheit
und ich zog schnell von hinnen.
Die Welt gibt mir nur wenig Zeit,
lass meine Tränen rinnen.

(c) Rolf Glöckner

Dienstag, 1. November 2011

Blätter fallen

Blätter fallen taumelnd hin zur Erde
versteckend Leben unter sich.
Wen wunderts, wenn ich traurig werde,
verbirgt doch Sommer sein Gesicht.

Doch Farben spielen übermächtig
im Sonnenglanz, der jetzt noch da,
der Amberbaum. er wird jetzt prächtig
so wie ich ihn noch selten sah.

















Der Zaubernuß geschwungene Äste
hat Blätter nun schon fast ganz entlaubt
doch sehen andere Gartengäste
die Nüsslein dort und man raubt



In Gartens Weite allerdings, da hat man diese Sicht
Man denkt, es ist ein Blätterbaum
Nein nein, das ist er nicht
sinds Nadeln dann an Zweige Saum?

Ein Gingko, einzig in der Art seit nun schon seit Jahrmillionen.
seit Trias und Pangae schon, Fossil, noch heute lebend,
kann er heut in gleicher Form noch immer bei uns wohnen
der Anblick Sommer als auch Herbst, ist für mich sehr erhebend.



Jedoch hat dieses Fallen auch ein Gutes
macht Platz frei für das nächste Jahr
das Schöne jetzt, da ruht es,
der Frühling kommt, dann ist es wieder da.

(c) Rolf Glöckner

Freitag, 28. Oktober 2011

Ein Tag wie jeder ?

Der Tag beginnt und es fällt schwer,
die warmen Pfühl jetzt zu verlassen.
Doch hoch! Das nützt jetzt gar nichts mehr,
hinaus geht's auf die Straßen.

Ein Einkauf jetzt, doch erst aufs Rad
den Huntedeich herunter
das ist oft morgens sportlich Pfad
danach bin ich putzmunter.







 





Warum? Hier ist doch keine Müllhalde






Dann Einkauf, Mehl, so allerlei
das stopft ich in die Taschen
der Fahrradkorb, schon lang dabei,
kann das Gewicht kaum fassen.

Dann schnell nach Haus, hinein in alte Sachen
sie kleiden mich besonders chic,
der Garten hat jetzt nichts zu lachen
geputzt wird er, jetzt Stück für Stück.



Dann Mittag essen auf die Schnelle
aus Feta, Reis und Paprika
dann bin ich jetzt schon schnell zur Stelle,
das Futterhaus steht plötzlich da.












So soll es im Winter sein.











 Etwas gebastelt und geklebt,
gesäubert für den Winter
damit dann auch im Garten lebt
Rotkehlchen, Meise, deren Kinder.

Etwas Geschichte war dann dran,
das tat mich sehr erbauen,
"Der erste Kuß", so nannt ich's dann
den ich mich einst tat trauen.

Dann stand Freunds Auto vor der Haus,
nach Wilhelmshaven ging es weit,
dort trafen wir, das war kein Graus,
Kollegen aus der Arbeitszeit.


Dort sprachen wir von alten Zeiten
und was da so mal war geschehen,
Erinnerungen uns begleiten
und es war fein, die Freunde mal zu sehen

Dann mit dem Wagen schnell nach Haus,
die Nacht war klar und dunkel
ich schaute noch die Sterne an,
versank in  dem Gefunkel.


So lief der Tag und gab mir Lust
den nächsten Tag zu schauen,
ich hatte überhaupt kein' Frust,
der Tag tat mich erbauen

... ein ganz normaler Tag eben  ...


(c) Rolf Glöckner