Dienstag, 10. April 2012

Stille Wasser

Stille Wasser ziehen mich magisch an,
blicke tief hinein.
Wende mich wieder und dann
plötzlich nicht mehr allein.


Wie kam es? Wer war bei mir?
Half mir aus meiner Pein?
Wer machte, dass ich nicht mehr frier?
Wer wollte in meiner Nähe sein?

Der Anblick ließ mich lange stehen,
war der Gedanken doch so voll,
wollt' erst ein Neues gar nicht sehen,
doch fühlt mich innerlich nicht hohl.


An andrer Stell wölbt sich das Land
hinauf, steigt himmelwärts.
Ich steh' an seinem grünen Rand,
verschwunden plötzlich ist mein Schmerz.

Ich warte auf das Tagesende,
dass Sonn' ins Wasser sinkt
Wart auf Gefühles große Wende,
dass wunderschönes Lied mir klingt.



Und wieder liegt das Licht im Fluß
und spiegelt Wolkenland
ich schau, hab daran viel Genuß
Hab's selber in der Hand.

Und wart noch länger, Sternenhimmel
tauch vor mir auf, wird hell und klar
von fern Kirchglöckleins Gebimmel,
ich träume still, es ist wohl wahr

Die Zeitenwende steht bereit
sie wird uns all' beglücken
Komm  her, du schöne neue Zeit,
wirst Seel' nicht länger drücken.


(c) Rolf Glöckner

1 Kommentar:

  1. Schöne Verse und fantastische Fotos. Eine echte Entdeckung der Blog.

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