Sonntag, 6. November 2011

Nebel wallt

Der Nebel überm Wasser wallt,
deckt Landschaft langsam zu.
Die Luft, sie wird mir jetzt schon kalt
der Himmel, längst zur Ruh


Das ist des Herbstes stille Luft,
der Winter naht schon bald,
der Sommers Licht ist längst verpufft,
mein Herz fühlt nur noch kalt.

Vor Tagen schon, als ich saß hier,
war Blick auf mich gerichtet.
Ein Mensch war sorgenvoll bei mir,
auf Ansprach' hat verzichtet.

Warum, wenn Engel schauen kam
sprach er nicht stille Worte?
Mich einfach bei den Händen nahm
an wunderschönem Orte?

Nur wenig Zeilen schrieb ich auf,
gab Wünsche steil nach oben,
beobachtete der Sonne Lauf,
tat meinen Herrgott loben.

Doch ist das Grau, so nebelhaft,
nicht nur die reine Trauer.
Der Herbst hat Farben auch geschafft,
wenn auch nicht lang von Dauer.


So wart' ich wieder auf ein Glück
damit es mich ereile.
Das Warten ging mit mir ein Stück
ich fuhr  'ne ganze Weile.

Bis es mir nah ist und nicht fern,
bald wird es doch geschehen.
Ich habs, ich glaube es so gern,
am Himmelszelt gesehen.





(c) Rolf Glöckner




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